Aktion hoffnungsbun-D-t

Hoffnungsbunt

Uns`re Welt ist reich und schön, voller Licht und bunter Farben,
trotz der Schatten, leuchtet hoffnungsbunt
Gottes Liebe in unseren Herzen.
Wir können alle verbunden sein, gute Freunde auf dem Weg durch`s Leben.
Lasst uns Freudenboten sein, sagt der Welt “ Gott lässt uns nicht allein.
Er hat uns Vielfalt und Liebe gegeben, in seinen Armen können wir geborgen sein!“

                                                                                                                                                                                                                                         Text u. Melodie     G.E.-M.Schnurr

Gott hat einen Bund mit uns geschlossen:

Mit dem Knüpfen und Verschenken von bunten Freundschaftsbändern
wollen wir uns gegenseitig Mut und Freude machen und der Welt sagen:
Wir sind in dieser schwierigen Corona – Zeit alle
“ HOFFNUNGSBUNT“ durch Gottes Liebe miteinander verbunden.

  “ Ich will einen Bund mit euch schließen!“

-Gott, die Bibel-

Weil Gott sich mit uns verbunden hat, knüpfen und verschenken wir Freundschaftsbänder:
– Um anderen eine Freude zu machen
– Um uns untereinander zu verbinden
-Um Hoffnung zu geben
– Die Wolken wegzuwischen und den Regenbogen sichtbar zu machen

 

Mach mit!

 Zu Fragen & Info:

info@wowgracelet.net

           

        Gebet zur Aktion „HoffnungsBunDt

   Hab Dank Gott,

für dein bunte Welt, für das Maiglöckchen und deinen Regenbogen,

für die kleine Lachfalte, das hohe C und

dass „Hautfarbe“ nicht nur ein Buntstift sein kann

sondern viele.

Wir sind viele, zahlreich wie die Sterne, so, wie du es versprochen hast

Dein Bund der steht, trägt mich

Danke dir

Wir bitten dich für die, die deine Welt nur schwarz-weiß sehen,

gerade jetzt, im „Dunkle-Wolken-Corona-Lockdown“,

wir bringen dir all das was uns sorgt,

Versorgungsängste, Freiheitssorgen, positive Testergebnisse und zu wenig Intensivbetten.

Hab Dank Gott für deinen Bund,

der steht bis über den Tod hinaus,

du kennst den Atem-Stillstand

vom Kreuz

weißt um die Schatten.

Doch auch dorthin reicht deine Hand.

Steigst auf von der Erde in den Himmel,

strahlst in verschiedenen Farben

und gibst Hoffnung.

Danke

Aktion HoffnungsBunDT

„Was steht ihr da und seht zum Himmel?“, werden die Jünger am Himmelfahrtstag gefragt. Guckt nicht nach oben, sondern guckt in die Welt: Nicht da, wo der Himmel ist, ist Gott – sondern da, wo Gott ist, ist der Himmel. Und der ist mitten unter uns, hat sich mit uns und uns untereinander verbunden in seinem hoffnungsbunten Hoffnungsbund.

Impuls

Es regnet. Wie ärgerlich, ich schaue besorgt zum Himmel. Heute ist Himmelfahrt und wir wollten doch eigentlich einen Gottesdienst draußen feiern. Im Freien auf dem Bolzplatz in Flammersbach. Gerade lade ich alles in mein Auto und will los, da spüre ich die ersten Tropfen auf meiner Stirn. Bitte nicht, rufe ich´, es geht doch darum deinen Tag zu feiern Gott, da kannst du es doch jetzt nicht regnen lassen…“ Weitere Tropfen trommeln aufs Autodach. Scheinbar doch. Es geht also nicht darum, wie ich mir den Tag vorgestellt habe. Offensichtlich brauche ich einen Regenschirm. Ich laufe abermals ins Haus und als ich wieder herauskomme, blinzle ich in die Sonne. „Was denn nun?“, rufe ich. In der Hoffnung, dass unser Gottesdienst nun doch nicht ins Wasser fällt steige ich ins Auto und mache mich auf den Weg nach Flammersbach. Ich bin noch ganz in Gedanken versunken, da sehe ich ihn: farbenfroh, zwischen Regentropfen und Sonnenstrahlen: ein Regenbogen.

Wie schön er aussieht, wie eine Brücke zwischen den Welten. Als könnte ich auf ihm hinauf rutschen und dort Gott persönlich begegnen. Ich würde ihm die Hand schütteln und sagen: Danke, danke, dass nun doch die Sonne scheint. Und wir dein Fest feiern können…Himmelfahrt.

Ich muss lächeln bei meiner doch etwas kindlichen Vorstellung von der Regenbogen-Fahrt. Obwohl, die Bibel selbst benutzt auch so viele Bilder, um sich Gegebenheiten besser vorstellen zu können. Wie eben Himmelfahrt. Da wird Jesus so oft auf einer Wolke gezeichnet, als sei er darauf wie in einer Art Fahrstuhl in den Himmel gefahren. Lässt seine Jünger zurück, lässt uns zurück. In der ganzen weltlichen Suppe, in der wir mal Regen haben und mal Sonne, mal eine Pandemie und mal riesig viel Spaß. Ich schaue auf den Regenbogen und muss wieder lächeln. So schön anzusehen, da denke ich doch wie gut, dass wir auch das Neue Testament haben, unser Gottesbild nicht bei dem eines „zürnenden“ Gottes stehen bleiben muss. Auch der Prophet Jeremia spricht schon davon, von Gottes neuem Bund mit uns Menschen (Jeremia 31,33):

Der neue Bund, den ich dann mit dem Volk Israel schließe, wird ganz anders aussehen: Ich schreibe mein Gesetz in ihr Herz, es soll ihr ganzes Denken und Handeln bestimmen. Ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.

Aha, damit kann ich mich eher identifizieren, es eher begreifen und diesen Gott eher spüren, der, der mein Herz bewegt. Der mich melancholisch stimmt, wenn ich an das Leben und Sterben denke und der mir eine hoffnungsbunte Botschaft in Form eines Bogens an den Himmel und ins Herz zaubert. Gott bleibt nicht bei sturen Regeln oder Geboten stehen. Es geht darum, immer selbst zu prüfen: „Ist das was ich tue einem hoffnungsbunten Bund mit Gott würdig, dient es also dem LEBEN?“ Oder wie Jesus sagt, als er gefragt wird, welches Gebot, denn nun das wichtigste sei: (Mt 22,37-40): Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt« (5. Mose 6,5). Dies ist das höchste und erste Gebot. Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3. Mose 19,18). In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.

Paulus fasst es kürzer zusammen (1. Thess 5,21): „Prüft aber alles und das Gute (das dem LEBEN dienliche) behaltet.“

Das Gute will ich mir gerne behalten: Die Freude – trotz Traurigkeit, die Zuversicht – trotz Krankheiten oder Virus, die Hoffnung – trotz Sterben, lautes Singen, Tanzen und Lachen gerade, wenn es mal regnet. Doch wie gut, dass auch bald wieder die Sonne scheinen wird. Und wenn wir unsicher sind, ob es so kommen wird, dann erinnert  uns daran ein hoffnungsbunter Bogen am Himmel, der uns an Gottes Versprechen, seinen Bund mit uns erinnert. Ein Bund, der durch Jesus Christus in unser Herz geschrieben wurde. In Matthäus 26,28, wie der Bund sich erneuert hat:

Und er nahm [den] Kelch und dankte und gab ihnen denselben und sprach: Trinket alle daraus. Denn dieses ist mein Blut, das des [neuen] Bundes, welches für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden

Durch eine große Liebestat für uns, ist der Bund in unser Herz eingeschrieben. Durch die eine Tat Jesu, zu der wir nichts dazu tun können, sind wir mit in den Bund der Erlösung einbezogen. Ein Bund, der in unserer Taufe symbolisiert wird: Ich bin mit einGEBUNDEN! verBUNDEN mit Gott und allen Menschen, die daran glauben. Die Taufe symbolisiert diesen Bund, doch ist sie durch unser Leben hindurch nach außen nicht sichtbar. Um einander Mut zu machen und diese Hoffnung weiter zu geben, der Verbundenheit unter uns Menschen Ausdruck zu verleihen und dem Hoffnungsbund Gottes mit uns, starten wir ab heute die „Aktion HoffnungsBundt“.

Wir knüpfen Armbänder und verschenken sie weiter:

  • Um anderen eine Freude zu machen

  • Um uns untereinander zu verbinden

  • Um Hoffnung zu geben

  • Die Wolken wegzuwischen und den Regenbogen sichtbar zu machen

Gerade auch in Corona-Zeiten, die unsicher sind und manchem die Hoffnung, die Freude, das Singen, Tanzen und Lachen rauben. Doch da ist noch Farbe in unserem Leben. Dafür sorgt Gott! Das hat er uns versprochen! Krankheiten oder Tod haben nicht das letzte Wort, keiner geht verloren, Gott hält uns: das ist Gottes neuer Bund, sein Versprechen an uns!

daran, wie wunderbar diese Welt ist, auch wenn wir momentan viel schimpfen. Der Bogen passt zu dem biblischen Text, der heute an Himmelfahrt dran ist, aus Epheser 1,18-19:

Und Gott gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist und wie überschwänglich groß seine Kraft an uns ist, die wir glauben durch die Wirkung seiner mächtigen Stärke.

Ich hatte gedacht, es regnet und das versaut mir den Tag…doch während ich so im Auto fahre und der Bogen am Himmel erscheint denke ich, was soll‘s, ein paar Tropfen. Wasser ist lebenswichtig und so lange sonst nichts ist. Es kommt eben darauf an, dass ich nicht alles schwarz sehe, sondern mit „erleuchteten Augen des Herzens“. Denn Jesus hat uns nicht einfach so ohne Hoffnung zurück gelassen, als er zum Vater aufgefahren ist. Gott hat uns etwas versprochen. Auch daran erinnert der Regenbogen: An Gottes Bund, den er mit den Menschen geschlossen hat. Wir lesen davon in der Geschichte von Noah und der Arche im Alten Testament im 1. Buch Mose. Nachdem es die große Flut gegeben hat, da sagt Gott:

Und das ist mein Versprechen: Nie wieder werde ich eine so große Flut schicken, um die Erde und alles, was auf ihr lebt, zu vernichten.« Weiter sagte er: »Diesen Bund schließe ich mit euch und allen Bewohnern der Erde, immer und ewig will ich dazu stehen. Der Regenbogen soll ein Zeichen für dieses Versprechen sein. Wenn ich Wolken am Himmel aufziehen lasse und der Regenbogen darin erscheint, dann werde ich an meinen Bund denken, den ich mit Mensch und Tier geschlossen habe: Nie wieder eine so große Flut! Nie wieder soll alles Leben auf diese Weise vernichtet werden! Ja«, sagte Gott, »diese Zusage gilt für alle Zeiten, der Regenbogen ist das Erinnerungszeichen. Wenn er zu sehen ist, werde ich daran denken.«

Der Bund mit Gott, einmal ein Versprechen Gottes das Leben nicht zu zerstören. Doch der Bund zwischen Gott und den Menschen beinhaltet noch mehr. Neben dem Noah-Bund, gibt es im Alten Testament auch den Abraham-Bund:

Gott verspricht Abraham sein Volk groß und so zahlreich wie die Sterne zu machen. Es geht also nicht mehr nur darum Leben zu schonen, sondern Leben zu fördern.

Und um das Leben zu fördern, braucht der Mensch Gebote, damit nicht Anarchie herrscht und sich jeder selbst zum König machen will. So schließt Gott mit Mose bzw. seinem Volk am Sinai einen weiteren Bund, als er ihm die 10 Gebote übergibt (2. Mose 19,5):

 „Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern, denn die ganze Erde ist mein. Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein.“

Im Alten Testament finden wir oft noch das Denken im Tun-Ergehen-Zusammenhang, also wenn ich etwas tue, geschieht deshalb etwas (es ist in etwa wie der Karma-Gedanke. Tue ich Gutes, bekomme ich Gutes zurück und tue ich schlechtes, wird eine Art Strafe folgen). Die 10 Gebote wurden deshalb lange als Schlüssel verstanden ein richtiger oder guter Christ zu sein und nur bei absolutem Gehorsam in Gottes Reich am Ende aufgenommen zu werden.

Wie traurig, denke ich und schaue zum Himmel, dann würde es vermutlich doch keinem gelingen über einen Regenbogen zu rutschen, um irgendwie mit Gott in Berührung zu kommen. Gott wäre über keine hoffnungsbunte Brücke erreichbar, sondern ein Gott der fern bleibt. Denn wie hat Luther doch so schön gesagt, auch als Gläubiger, bin ich immer Erlöster und Sünder zugleich. Alle Gebote vollkommen halten? – Unmöglich!

Ich setze den Blinker und biege ab zum Bolzplatz in Flammersbach. Als ich den Tisch, der uns heute als Altar dient auslade, spüre ich kaum noch Regentropfen. Ich stelle das Kreuz auf den Altar und sehe, wie der Bogen langsam verblasst, die Sonne scheint. Und ich denke: Danke Gott, danke, dass du mich heute über deinen hoffnungsbunten Bogen hast rutschen lassen, wir uns begegnet sind und du mir Mut gemacht hast: Das Leben, dich zu feiern, auch wenn es regnet. Daran zu glauben, dass du mit dabei bist. Immer! Der Bolzplatz hat sich inzwischen gefüllt. Ich entzünde die Kerze und der Gottesdienst beginnt (oder für mich: er geht weiter).

AMEN

Pfarrerin Tanja Konter, Kirchengemeinde Langenaubach